
Kurzfassung der Messwerte
Die klaren Ausprägungen im Vergleich betreffen vor allem Laderaumlänge in unterschiedlichen Sitzkonfigurationen, Öffnungs- und Ladekantenmaße sowie die nutzbare Breite. Auffällig sind folgende Werte: Der Seat Leon bietet mit umgeklappten Sitzen eine längere Ladefläche, während der VW Caddy Kombi mit aufrechter erster Sitzreihe, einer deutlich höheren Kofferraumöffnung, größerer schmalster Breite und einer niedrigeren Ladekante punktet.
Größte Unterschiede (mehr als 10%) und ihre Folgen
Wenn alle Sitze umgeklappt sind, ist der Kofferraum des Seat Leon als beim VW Caddy Kombi. Das macht den Leon zur besseren Wahl für lange, flache Gegenstände (z. B. Latten, Parkett, lange Möbelteile), solange die Sitze umgeklappt werden können.
Mit aufrechter erster Sitzreihe bietet der VW Caddy Kombi jedoch eine um +24 cm (29%) längere Ladefläche als der Leon. Für Alltagseinsätze mit Mitfahrern bleibt im Caddy mehr nutzbare Länge im Gepäckraum.
Die Kofferraumöffnung des Caddy ist +34 cm (43%) höher als beim Leon. Damit lassen sich hohe, sperrige Gegenstände deutlich einfacher ein- und ausladen; stehende Kartons, größere Maschinen oder sperrige Möbelstücke passen leichter durch die Öffnung.
Die Tiefe vom Ladekantenrand bis zum Kofferraumboden ist beim Seat Leon +23 cm (1150%) größer als beim Caddy. Praktisch bedeutet das: Im Leon liegt der Boden deutlich tiefer unter der Ladekante (größere „Wanne“). Das kann für versteckte, verzurrte Ladung oder für Gegenstände, die nicht über die Ladekante hinausragen sollen, vorteilhaft sein. Gleichzeitig erschwert es das Hebeln sperriger oder hoher Ladung über die Ladekante, weil mehr Hubhöhe erforderlich ist.
Die Ladekante des Seat Leon liegt +18 cm (32%) höher über der Straße als beim Caddy. Ergebnis: Das Einladen schwerer Gegenstände ist im Caddy deutlich ergonomischer und körperlich weniger anstrengend; der Leon verlangt mehr Kraft oder Hilfsmittel (Rampen, Rollhilfe).
Bei der Breite an der schmalsten Stelle hat der VW Caddy Kombi einen klaren Vorteil: +32 cm (40%) mehr Breite als der Leon. Das macht den Caddy besser geeignet für breite Lasten oder sperrige Gegenstände, die in der Mitte verstaut werden müssen.
Was das in der Praxis bedeutet
– Wer regelmäßig lange, flache Teile transportiert und die Sitze oft umklappt, profitiert vom Seat Leon durch die längere Ladefläche bei umgelegten Sitzen.
– Wer häufig mit Passagieren unterwegs ist, aber trotzdem viel und sperriges Ladegut transportieren muss (z. B. Werkzeugkoffer, breite Kartons, hohe Gegenstände), hat mit dem VW Caddy Kombi die praktischere Lösung: mehr nutzbare Länge bei Sitznutzung, deutlich größere Ladeöffnung, mehr nutzbare Breite und eine niedrigere Ladekante für leichteres Heben.
– Für schwere oder regelmäßig an- und abzuladende Lasten ist der Caddy ergonomisch überlegen. Für diskrete, in einer „Wanne“ versenkbare Ladung oder extra lange Teile bei umgeklappten Sitzen ist der Leon vorteilhaft.
Fazit
Der VW Caddy Kombi ist die praktischere Wahl für häufiges Transportieren sperriger, hoher oder breiter Gegenstände und für Nutzer, die Wert auf einfache, rückenschonende Beladung legen. Der Seat Leon punktet, wenn maximale Länge bei umgeklappten Sitzen und eine tiefere Laderaumbasis (versenkter Boden) erforderlich sind. Welche Variante besser passt, hängt von der typischen Sitz- und Ladekonfiguration im Alltag ab.
