
Wichtigste Unterschiede
Der auffälligste Unterschied liegt in der Tiefe des Kofferraums (Ladekante bis Kofferraumboden): der VW Golf Variant hat hier eine um 6 cm bzw. 120 % größere Tiefe gegenüber dem Audi A4 Avant. Alle übrigen Werte unterscheiden sich nur geringfügig (Ladevolumen bei umgeklappten Sitzen +2 %, bei aufrechter erster Sitzreihe +4 % zugunsten des VW; Höhe der Kofferraumöffnung beim Audi +7 cm bzw. 9 %; Ladekantenhöhe Audi +2 cm bzw. 3 %; Breite an der schmalsten Stelle VW +2 cm; Breite der Kofferraumöffnung Audi +2 cm) und liegen unter der 10%-Schwelle.
Folgen für die Nutzbarkeit
Die deutlich größere Kofferraumtiefe des VW macht ihn praktisch vorteilhaft, wenn der Laderaum „nach unten“ genutzt werden soll: tiefe Gegenstände lassen sich weiter nach hinten schieben und es entsteht mehr nutzbares Volumen in Bodennähe. Das hilft beim Transport sperriger, höher gebauter oder unregelmäßig formiger Ladung (z. B. Kisten, Werkzeuge, Campingausrüstung). Gleichzeitig bedeutet ein tieferer Boden, dass das Greifen auf den Kofferraumboden weiter nach unten reicht und das Bücken oder Herausholen kleinerer Gegenstände etwas unbequemer sein kann.
Die kleineren Unterschiede zugunsten des Audi wirken in der Praxis eher bei handhabungsrelevanten Details: die etwas höhere Kofferraumöffnung und die geringfügig größere Öffnungsbreite erleichtern das Ein- und Ausladen breiter oder hoher Gegenstände an der Ladeklappe, und eine um 2 cm höhere Ladekante über der Straße kann das Hineinheben schwerer Lasten minimal erschweren. Die leichten Längen- und Breitenvorteile des VW sind im Alltag spürbar, aber nicht entscheidend gegenüber dem starken Tiefenvorteil.
Kurz gesagt: Für Nutzer, die häufig tieferliegende oder unregelmäßige Ladung transportieren wollen, ist der VW Golf Variant wegen der deutlich größeren Kofferraumtiefe praktischer. Wer dagegen häufiger breite oder hoch zu ladende Gegenstände ein- und auslädt und Wert auf eine etwas größere Öffnungshöhe legt, findet im Audi A4 Avant eine geringfügig praktischere Lösung.
