
Wichtigste Unterschiede
Der Durchschnitts‑Kombi bietet mit umgeklappten Sitzen eine deutlich längere Ladefläche: +45 cm (35%) gegenüber dem Durchschnitts‑Kleinwagen. Selbst bei aufrechter vorderer Sitzreihe bleibt der Kombi spürbar länger: +37 cm (59%). Die Breite der Kofferraumöffnung ist beim Kombi größer: +13 cm (14%). Beim Kleinwagen sind zwei Faktoren deutlich ausgeprägt: die vertikale Tiefe des Kofferraums (Ladekante → Kofferraumboden) ist +15 cm (375%) größer, und die Ladekante liegt höher über der Straße: +10 cm (16%) als beim Kombi. Kleinere Unterschiede, die weniger praktisch ins Gewicht fallen, sind die Kofferraumöffnungshöhe (+2 cm / 3% zugunsten des Kleinwagens) und die schmalste Breite (+6 cm / 6% zugunsten des Kombis).
Auswirkungen auf die Nutzbarkeit
Für lange Gegenstände (Latten, Ski, kurze Möbelteile) und beim Transport mit umgeklappten Sitzen ist der Kombi klar im Vorteil: die deutlich größere Ladefläche und die breitere Öffnung erleichtern das Einlegen und erlauben längere Ladung ohne kompliziertes Verrücken. Die niedrigere Ladekante des Kombis macht das Heben schwerer Gegenstände einfacher und reduziert das Risiko von Beschädigungen beim Aufsetzen.
Der Kleinwagen punktet durch die tiefere Kofferraummulde: in der Praxis lässt sich dort mehr Volumen in vertikaler Richtung unter der Ladekante nutzen (z. B. bei gestapelten Kartons oder sperrigen, aber kürzeren Gegenständen). Das höhere Ladepodest erhöht jedoch den Kraftaufwand beim Heben schwerer Lasten und kann das Beladen mit sperrigen, langen Teilen erschweren, weil die Einstiegshöhe größer ist.
Kurz gefasst: Wer häufig lange oder breite Gegenstände transportiert oder viel Wert auf einfaches Heben legt, ist mit dem Kombi besser bedient. Wer dagegen hauptsächlich volumenstarke, aber nicht besonders lange Ladung in der Tiefe unterbringen will, findet im Kleinwagen einen Vorteil — allerdings auf Kosten einer höheren Ladekante und damit erschwerterem Beladen.
