
Kernunterschiede
Beim direkten Vergleich fallen mehrere deutliche Unterschiede auf. Der Hyundai i30 Kombi ist bei aufrechter erster Sitzreihe um 11 cm (12%) länger, was bedeutet, dass längere Gegenstände transportiert werden können, ohne die Rücksitzbank umklappen zu müssen. Auf der anderen Seite bietet der VW ID.4 in mehreren vertikalen Dimensionen Vorteile: die Kofferraumöffnung des ID.4 ist 13 cm (19%) höher, die Tiefe vom Ladekante zum Kofferraumboden ist im ID.4 um 10 cm (900%) größer und die Ladekante des ID.4 liegt 12 cm (19%) höher über der Straße. Diese drei Werte zeigen, dass der ID.4 insgesamt deutlich mehr vertikalen Raum bzw. eine tiefer liegende Ladefläche relativ zur Ladekante hat.
Auswirkungen auf die Nutzbarkeit
Die längere Ladefläche des i30 bei aufgestellten Rücksitzen macht ihn praktischer, wenn häufig lange Gegenstände mit Sitzplatzbedarf transportiert werden sollen (z. B. Latten, lange Skier, Möbelbauteile), ohne Sitze zu klappen. Das ist ein klarer Vorteil im Alltag, wenn Flexibilität zwischen Passagier- und Ladebedarf verlangt wird.
Der ID.4 bietet durch die höhere Öffnung und die deutlich größere Tiefe einen größeren nutzbaren Innenraum in vertikaler Richtung: sperrige, hohe oder voluminöse Gegenstände lassen sich leichter in die Öffnung stellen und können tiefer in den Laderaum geschoben werden. Allerdings geht das mit zwei Nachteilen einher: die höhere Ladekante erhöht die erforderliche Hebekraft beim Einladen schwerer Gegenstände, und die tiefer liegende Ladefläche macht das Hineingreifen und Herausnehmen kleiner Gegenstände unkomfortabler.
Kleinere Abweichungen wie die um 9 cm größere Breite der Kofferraumöffnung beim ID.4 bzw. die um 1 cm größere schmalste Breite beim i30 sind vergleichsweise unbedeutend und beeinflussen die Alltagsnutzung nur marginal.
Fazit: Wer oft lange Gegenstände transportiert, ohne die Rücksitze zu opfern, ist mit dem i30 Kombi besser bedient. Wer hingegen mehr Volumen in vertikaler Richtung und eine tiefere Ladefläche für sperrige/hohe Ladungen braucht (und das höhere Heben in Kauf nimmt), findet im ID.4 die praktikablere Lösung.
