
Wichtigste Unterschiede
Der VW Passat Variant bietet deutlich mehr Laderaumlänge: mit umgeklappten Sitzen ist der Kofferraum +48 cm (31%) länger, und bei aufrechter erster Sitzreihe ist er sogar +36 cm (47%) länger als im Jeep Renegade. Der Jeep Renegade hat dafür eine höhere Kofferraumöffnung und innen mehr Einbautiefe: die Öffnungshöhe ist +10 cm (13%) höher, die Tiefe vom Ladekante bis Kofferraumboden ist +5 cm (56%) größer und die Ladekante selbst liegt +12 cm (19%) höher als beim Passat. Die Breitenunterschiede (schmalste Stelle +5 cm / Öffnungsbreite +7 cm zugunsten des Passat) sind mit rund 5–7% deutlich kleiner und werden hier nicht hervorgehoben.
Auswirkungen auf die Nutzbarkeit
Die größere Ladelänge des Passat Variant macht ihn deutlich besser geeignet für lange Gegenstände wie Lattenroste, lange Pakete, Skier oder größere Möbelteile — besonders wenn die Rücksitze umgelegt sind. Für Transporte, bei denen Fläche und Länge wichtig sind (Umzug, Dachbox-Gepäckergänzung vermeiden), ist der Passat die praktischere Wahl.
Der Renegade punktet bei hohen oder voluminösen Ladungen: die höhere Öffnungshöhe erlaubt das Einbringen höherer Gegenstände ohne Anstoßen, und die tiefere Ladefläche (größerer Abstand von Ladekante zum Boden) schafft innen mehr vertikalen Raum unter der Ladekante. Das hilft beim Verstauen unregelmäßig geformter oder höherer Gepäckstücke. Allerdings liegt die Ladekante des Renegade höher über der Straße, was das Hineinheben schwerer Lasten erschwert und das Be- und Entladen ergonomisch ungünstiger macht. Der Passat mit niedrigerer Ladekante ist hier im Alltag komfortabler für schwere Kisten oder Einkäufe.
Zusammengefasst: Wer häufig lange, flache oder sperrige Lasten transportiert, profitiert stärker vom VW Passat Variant. Wer öfter hohe oder voluminöse Gegenstände lädt und dafür einen höheren Innenraumbereich benötigt, findet Vorteile im Jeep Renegade — muss aber mit einer erhöhten Ladekante und damit erschwertem Handling schwerer Lasten rechnen.
