
Wichtigste Unterschiede
Der VW Passat Variant bietet deutlich mehr Laderaumlänge: mit umgeklappten Sitzen ist er um +45 cm (29%) länger, und bei aufrechter erster Sitzreihe um +31 cm (38%) als der VW Taigo. Das macht den Passat vor allem bei langen Gegenständen und bei größerem Ladevolumen deutlich überlegen.
Der VW Taigo hat hingegen eine deutlich größere Vertikal-Geometrie im Laderaum: die Tiefe vom Ladekante zum Kofferraumboden ist um +11 cm (122%) größer und die Ladekante liegt +11 cm (17%) höher über der Straße als beim Passat. Diese Merkmale beeinflussen das Ein- und Ausladen sowie die Art, wie Gegenstände im Kofferraum liegen und gestapelt werden.
Auswirkungen auf die Nutzbarkeit
Durch die deutlich größere Lade-Länge des Passat Variant lassen sich lange Gegenstände (z. B. Latten, Skier, lange Kartons oder Möbelteile) einfacher transportieren, auch bei aufrechter Sitzreihe. Für Umzüge, Handwerkerbedarf oder regelmäßig wechselnde, längere Ladungen ist der Passat praktischer.
Beim Taigo führt die höhere Ladekante zu mehr Kraftaufwand beim Hineinheben schwerer Gegenstände; das Einladen ist ergonomisch anstrengender. Die größere Tiefe zwischen Ladekante und Kofferraumboden schafft eine tiefere Laderaummulde, die kleine oder niedrig stapelbare Gegenstände besser hält und bei kurzen Gegenständen das Verrutschen reduziert, aber das Beladen langer Gegenstände nicht kompensiert.
Weitere Unterschiede sind klein: Die Kofferraumöffnung des Taigo ist nur um +1 cm höher (vernachlässigbar), und der Passat ist an der engsten Stelle um +2 cm bzw. an der Öffnung um +6 cm breiter — leichte Vorteile beim Beladen breiter Gegenstände, aber unter 10% und damit sekundär.
Fazit
Wer regelmäßig lange oder sperrige Ladungen transportiert, profitiert klar vom Passat Variant. Wer eine tiefere Laderaummulde und eine höhere Ladekante akzeptiert (z. B. für besseres Halten kleinerer Gegenstände oder einen SUV-ähnlichen Kofferraumaufbau), kann den Taigo in Betracht ziehen, muss aber mit zusätzlichem Kraftaufwand beim Laden rechnen.
