Umzug

Drei Studierende tragen Umzugskartons zu einem silbernen Kombi mit geöffnetem Kofferraum, der auf einer ruhigen Wohnstraße steht. Im Auto und auf dem Gehweg befinden sich unterschiedlich abgenutzte Kartons, Taschen und Holzbretter von Möbeln.
Umzug mit dem Auto: Was passt in den Kofferraum – und wann braucht man Profis?

Umzug mit dem Auto: Was passt wirklich in den Kofferraum?

Nicht jeder Umzug braucht sofort einen Transporter oder eine Spedition. Gerade bei WG-Zimmern, Single-Haushalten oder schrittweisen Umzügen überrascht es viele, wie viel man tatsächlich im Kofferraum unterbringen kann.

In diesem Artikel zeigen wir dir praxisnah, welche Fahrzeugtypen für welche Art von Umzug geeignet sind, welche typischen Umzugsgegenstände hineinpassen – und ab wann ein professionelles Umzugsunternehmen sinnvoller ist. Zur Orientierung verlinken wir auf durchschnittliche Kofferraum-Maße je Fahrzeugklasse auf kofferraum.org.

Welche Arten von Umzügen gibt es überhaupt?

Bevor man über Fahrzeugtypen spricht, hilft eine realistische Einschätzung des Umzugs:

  • WG-Zimmer / Studentenumzug: Kleidung, Bücher, kleiner Schreibtisch, Stuhl, Haushaltskisten.
  • Single-Umzug (1-Zimmer-Wohnung): Kartons, Bett (zerlegt), kleiner Schrank, Elektrogeräte.
  • Paar / 2–3 Zimmer: viele Kartons, größere Möbel, Matratzen, Haushaltsgeräte.
  • Familienumzug: komplette Einrichtung, sperrige Möbel, Geräte – meist nicht mehr sinnvoll mit PKW.

Je kleiner und modularer der Haushalt, desto eher reicht ein Auto – zumindest für einen großen Teil des Umzugs.

Grundlagen: Umzugsgüter richtig im Auto transportieren

  • Kartons sind dein Freund: Einheitliche Kartons lassen sich besser stapeln als lose Gegenstände.
  • Schwere Dinge nach unten: Bücher, Ordner, Geräte zuerst, leichte oben.
  • Rückbank umklappen: Oft verdoppelt sich die nutzbare Ladefläche.
  • Möbel zerlegen: Tischbeine, Regalböden, Bettgestelle immer abbauen.
  • Sichern statt stapeln: Lieber weniger, aber rutschfest laden.

Umzug nach Fahrzeugtyp: Was passt realistisch hinein?

Kleinwagen – der unterschätzte Helfer

Kleinwagen eignen sich überraschend gut für sehr kleine Umzüge oder mehrere Fahrten.

Typische Umzugsgegenstände:
  • 6–10 Umzugskartons
  • Kleidung, Bettwäsche
  • Kleiner Schreibtischstuhl
  • TV, Monitor, Drucker

Geeignet für: WG-Zimmer, Studenten, Teilumzüge.

Schrägheck – flexibel durch große Heckklappe

Schrägheck-Fahrzeuge bieten durch die große Öffnung Vorteile gegenüber Limousinen.

Typische Umzugsgegenstände:
  • 10–15 Kartons
  • Regale (zerlegt)
  • Schreibtischplatte
  • Matratze (je nach Größe)

Geeignet für: WG- und kleine Single-Umzüge.

Limousine – Volumen da, Öffnung limitiert

Bei der Limousine ist der Kofferraum oft groß, aber die Öffnung klein.

Typische Umzugsgegenstände:
  • Viele Kartons
  • Bücher, Akten, Kleidung
  • Küchengeräte

Einschränkung: Sperrige Möbel passen selten.

Kombi – der Klassiker für kleine Umzüge

Ein Kombi ist für viele der ideale Kompromiss zwischen Alltag und Umzug.

Typische Umzugsgegenstände:
  • 15–25 Umzugskartons
  • Bett (zerlegt)
  • Kommode, TV-Board
  • Stühle, kleine Tische

Geeignet für: Single-Wohnungen, kleinere Haushalte.

SUV & Kompakt-SUV – viel Höhe, oft weniger Länge

SUVs und Kompakt-SUVs bieten viel Höhe, aber nicht immer maximale Tiefe.

Typische Umzugsgegenstände:
  • 12–20 Kartons
  • Haushaltsgeräte (Waschmaschine nur selten)
  • Matratzen, Sofaelemente (klein)

Van – fast schon ein kleiner Transporter

Vans sind ideal, wenn viel auf einmal transportiert werden soll.

Typische Umzugsgegenstände:
  • 25–40 Kartons
  • Bett, Sofa (zerlegt)
  • Große Schränke (teilzerlegt)
  • Waschmaschine, Kühlschrank

Transporter & Pickup – Umzug light bis komplett

Transporter und Pickups sind die Brücke zur professionellen Lösung.

Typische Umzugsgegenstände:
  • Komplette Wohnungseinrichtung
  • Sofas, Schränke, Betten
  • Großgeräte

Fazit: Oft passt mehr in den Kofferraum, als man denkt

Viele Umzüge lassen sich ganz oder teilweise mit dem eigenen Auto bewältigen – besonders bei WG-Zimmern, Singles oder schrittweisen Wohnungswechseln. Kombis, Vans und sogar Schräghecks überraschen regelmäßig mit ihrem Platzangebot.

Gleichzeitig gilt: Wenn schwere Möbel, Zeitdruck oder mehrere Etagen ohne Aufzug ins Spiel kommen, ist eine professionelle Umzugsfirma oft die stressfreiere und langfristig sogar günstigere Lösung. Die Kunst liegt darin, realistisch einzuschätzen, was man selbst leisten kann – und was besser ausgelagert wird.